the weaving continues

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11.05.2023

The decentralized and nationwide network produktionsbande - an association of and for producers and production managers in the independent performing arts - has been awarded follow-up funding up to and including 2025 as part of the Verbindungen fördern program.

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Produktionsleiter*innen und Produzent*innen sind wichtige Schnittstellen und Bindeglieder in den Freien Darstellenden Künsten. Sie sind — trotz fehlender Ausbildungswege — Ansprechpersonen für die Berücksichtigung komplexer Anforderungen von Geldgeber*innenseite, fungieren als zentraler Kontaktpunkt für Spielstätten und Produktionshäuser, organisieren den künstlerischen Produktionsprozess mit, gestalten wesentliche Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit für alle am künstlerischen Prozess beteiligten Akteur*innen und können als Multiplikator*innen für die Akquise und Organisation von Gastspielen verantwortlich zeichnen. Dennoch bleiben sie in Fördermodellen oft gar nicht oder nur mittelbar adressiert. Ein direkter Weg zur Förderung wurde erst in den letzten beiden Jahren durch Programme im Rahmen von NEUSTART KULTUR geebnet, z. B. durch das Programm DIS-TANZ-SOLO vom Dachverband Tanz Deutschland für Einzelakteurinnen im Tanz oder durch die Netzwerk- und Strukturförderung des Fonds Darstellende Künste.

Das erste deutsche Netzwerk von Producers in den Freien Darstellenden Künsten

Die Netzwerk- und Strukturförderung durch den Fonds Darstellende Künste und eine begleitende Förderung durch das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste ermöglichte 2021 den Aufbau des bisher einzigen Netzwerks von Produzent*innen und Produktionsleiter*innen in Deutschland. So konnte sich der Zusammenschluss dieses Akteur*innenkreises formieren und fortan firmieren unter produktionsbande — netzwerk performing arts producers.

Durch das bundesweit einzigartige Modellprogramm verbindungen fördern — ausgerichtet vom Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien — wurde produktionsbande neben weiteren Bündnissen für die Aufnahme in das Förderprogramm bis einschließlich 2023 ausgewählt; mit einer jährlichen Förderung i. H. v. 300.000,00 EUR. Insgesamt sind neun Netzwerke der Freien Darstellenden Künste Teil dieses mehrjährigen Förderprogramms, das sich auf überregionale Vernetzungsformen fokussiert.

Die Bewerbung auf Weiterförderung im Rahmen von Verbindungen fördern bis einschließlich 2025 war nun auch von Erfolg gekrönt: Die fünfköpfige Jury hat sich per Sitzung vom 23.03.2023 für eine Weiterförderung von produktionsbande ausgesprochen — wenn auch mit Kürzungen von fast 30 % der jährlichen Fördersumme ab 2024. Dennoch: Diese erneute Anerkennung, dass das produktionsbande-Netzwerk einen relevanten und nicht weg zu denkenden Akteur*innenkreis innerhalb der Freien Darstellenden Künste in Deutschland mit Vernetzungsformaten versieht, spricht auch für den Erfolg der bisherig geleisteten Arbeit von produktionsbande.

Vernetzung von freien Produktionsleiter*innen und Produzent*innen

Die Zusage, auch bis einschließlich 2025 Teil dieses mehrjährigen Förderinstruments mit Modellcharakter zu sein, bietet Zeit und Raum für den schon seit Jahren und auch weiterhin dringend benötigten Austausch und die Vernetzung unter Produktionsleiter*innen und Produzent*innen, deren Arbeitsrealität oft von Einzelgänger*innentum geprägt ist. Bisher konnte diese Lücke nur durch vereinzelte informelle lokale Stammtische, spartenspezifisch durch die Initiative infoplus des Dachverbands Tanz Deutschland und die von Katja Sonnemann initiierte und seit 2018 jährlich ausgerichtete akademie für performing arts producer als Programm des Bündnisses internationaler Produktionshäuser adressiert und teilweise geschlossen werden.

Mit den Formaten von produktionsbande — bundesweite & regionale netzwerktreffen, hosted visits, residenzen, workshops, mentoring — kann das Netzwerk bis 2025 sein breites Austausch- und Vernetzungsprogramm weiter anbieten und damit Impulse, Kompetenzen und Potenziale an Produzent*innen und Produktionsleiter*innen als Schnittstellen zu Produktionsbeteiligten weitergeben, von denen selbstredend alle Akteur*innen der Freien Darstellenden Künste nur profitieren können.

Der Bund geht als Beispiel voran: Ziehen die Länder nach?

Mit der Förderung im Rahmen des beispielhaften Programms Verbindungen fördern erkennt der BFDK auf Bundesebene nicht nur an, dass Produzent*innen und Produktionsleiter*innen relevanter Teil der Freien Darstellenden Künste sind, sondern auch, dass eine Berücksichtigung dieses Akteur*innenkreis in Fördermodellen möglich und nötig ist.

Damit markiert diese Zusage bereits seit 2022 einen bundesweiten Impuls, von dem sich die Förderstrukturen auf Länderebene inspirieren lassen können, denn: Nach Produktionsleiter*innen und Produzent*innen in den Freien Darstellenden Künsten wird weiterhin händeringend gesucht — lokal, regional und bundesweit.

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Kontakt

Für Presseanfragen und Kontaktaufnahmen:

martin bien
koordination kommunikation

martin@produktionsbande.org