barrierefreiheit produzieren zwischen retrofitting und aesthetics of access

barrierefreiheit produzieren zwischen retrofitting und aesthetics of access

Mo. 08.07.24
11:00 – 15:00
online via zoom

in deutscher Lautsprache

Freie Plätze: 15

über den workshop

Ein entscheidender Faktor für die Produktion von Barrierefreiheit sind Zeit, Geld und die Einbindung von Expert*innen. Um ableismuskritisch zu arbeiten, loten Producer*innen ständig ihre Handlungsspielräume aus und gehen dabei mit unterschiedlichen Bedingungen um.

Die Graeae Theatre Company mit Sitz im Vereinigten Königreich hat das Konzept der "Aesthetics of Access" maßgeblich geprägt und damit eine Alternative zum reinen Dienstleistungskonzept geschaffen, das sie als nachträglich hinzugefügte Barrierefreiheit oder "Retrofitting" bezeichnet.

Anhand unterschiedlicher Beispiele aus ihrer eigenen ableismuskritischen Praxis vermitteln die Referentinnen eine klare Vorstellung der beiden Konzepte und teilen Kriterien. Im Workshop erarbeiten wir gemeinsam ein Verständnis dafür, mit unterschiedlichen Zeit- und Budgetvorgaben Maßnahmen der Barrierefreiheit in das eigene Projekt einzuplanen und mit Expert*innen umzusetzen.

Der Workshop ist zweigeteilt. Er startet mit einem Input und bietet in der zweiten Hälfte Raum, um eigene Beispiele zu besprechen. Die Fallbeispiele können auch im Vorfeld bei der Anmeldung geteilt werden und so allgemeiner von uns aufgegriffen werden.

Nach einer kurzen Skizze aller Beispiele stimmen wir nach Interesse im Raum ab, worüber detaillierter gesprochen wird.

barriereabbau

Eine längere Pause von 30 Minuten wird etwa zur Hälfte der Zeit angesetzt. Auch kürzere Pausen dazwischen sind geplant. Es gibt keine breakout sessions. Es wird eine Präsentation geben und wir nutzen an mehreren Stellen das Abstimmungstool von Zoom.

Es wird zu Beginn eine kurze Vorstellungsrunde via Chat geben. Interaktion der Teilnehmenden ist insbesondere im zweiten Teil willkommen, aber nicht obligatorisch — es ist möglich, sowohl mündlich als auch schriftlich über den Chat zu interagieren.

Der Workshop findet als relaxte Veranstaltung statt: Ihr könnt sitzend oder liegend teilnehmen, euch während des Workshops bewegen oder eure Stim Toys nutzen - alle Formen der Teilnahme sind willkommen! Bitte sorgt für euch selbst, bringt eure gemütlichen Lieblingsklamotten, Lieblingsgetränke, Snacks und alles andere mit, was die Teilnahme für euch angenehm macht. Die Kamera muss nicht angeschaltet bleiben.

referentinnen

Lea Gockel (sie/ihr) entwickelt als weiße queere, behinderte und chronisch kranke Expertin am Künstler*innenhaus Mousonturm in Frankfurt/M. seit November 2022 die Position Koordination für Barrierefreiheit und inklusive Kulturpraxis. Sie kuratiert am Mousonturm auch barrierefreie Residenz und Vernetzungsprogramme. Ihr Ziel ist, dass Taube, behinderte, neurodivergente und chronisch kranke Personen sich vom Programm mitgedacht und angesprochen fühlen und besonders Künstlerinnen und Akteur*innen dort arbeiten. Sie hat in München und Canterbury (England) Kulturwissenschaften studiert und an verschiedenen Theatern im Bereich Regie und Produktion gearbeitet, außerdem berät sie regelmäßig Tanz- und Theaterfestivals zu Barrierefreiheit, oft zusammen mit Olivia Hotz.

Olivia Hotz (sie/ihr) arbeitet als künstlerische Produzentin, Barrierefreiheitskoordinatorin und Barrierefreiheitsdramaturgin. Einer ihrer Schwerpunkte ist die Erarbeitung ganzheitlicher Barrierefreiheitskonzepte für verschiedene Tanz- und Theaterfestivals, oft im Tandem mit Lea Gockel. Sie co-konzeptionierte gemeinsam mit Katja Sonnemann die AKADEMIE für Performing Arts Producer #7. Seit 2023 ist sie Teil von produktionsbande. In ihrer Arbeitspraxis kombiniert sie Wissen aus ihrer akademischen Ausbildung und aus ihrer Lebenserfahrung als neurodivergente und chronisch kranke Person. Olivia ist daran interessiert, Voraussetzungen für carezentrierte und ableismuskritische Strukturen zu denken und zu schaffen, sowie Möglichkeiten zur nachhaltigen Veränderung auszuloten.

zielgruppe

Der Workshop richtet sich an Akteur*innen der künstlerischen Produktion innerhalb der freien Darstellenden Künste, die Interesse an der praktischen Umsetzung von Barrierefreiheitsmaßnahmen in ihrer Arbeit haben. Er vermittelt Grundlagen zum Thema künstlerische Barrierefreiheit und ein Verständnis für den eigenen Handlungsspielraum in unterschiedlichen Produktionskontexten.

warteliste

Dieser Workshop hat ein begrenztes Teilnehmer*innenkontingent. Sollte die Veranstaltung über unsere Website bereits ausgebucht sein, melde dich gern bei martin per e-mail. Wir führen dann eine Warteliste und melden uns ggf. bei dir, wenn Plätze frei werden sollten.


deine anmeldung zum workshop


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