produktionsbande vor ort bei der ksk
Dass das Thema, einen KSK-Zugang für Produzent*innen zu erwirken, eine lange geschichte nicht nur innerhalb unseres Netzwerks hat, ist inzwischen bekannt. Nachdem wir in mehreren öffentlichen Arbeitstreffen an einem Argumentationspapier für einen solchen Zugang gearbeitet haben, haben wir mit unserem Netzwerk einen neuen kulturpolitischen Meilenstein erreicht: Wir wurden von der Künstlersozialkasse in ihre heiligen Hallen in Wilhelmshaven eingeladen.
Mit der Unterstützung von andri jürgensen, einem Rechtsanwalt mit Expertise in KSK-Fragen, konnten kaja und martin am 15.07.2025 ein erweitertes Argumentationspapier sowohl dem Geschäftsführer der KSK als auch drei Dezernatsleiter*innen vorstellen — darunter auch jenes Dezernat, das die Versichertenprüfung verantwortet und über Neuzugänge entscheidet.
Anhand beispielhafter Produktionsprozesse in den Freien Darstellenden Künsten haben Kaja und Martin Fragen der KSK-Vertreter*innen beantwortet, um über das Berufsfeld zu informieren und zu zeigen, dass die Arbeit von Produzent*innen auch künstlerisch geprägt sein und damit zum KSK-Zugang berechtigen kann. Von Seiten der KSK stießen unsere Argumentationswege auf offene und interessierte Ohren.
Nicht nur für unser Netzwerk im Speziellen, sondern für Produzent*innen als wichtige Akteur*innen in der Landschaft der Freien Darstellenden Künste im Allgemeinen war der Termin bei der Künstlersozialkasse ein voller Erfolg. Denn selbst die KSK-Vertreter*innen sind der Meinung: Wenn die künstlerische Arbeit in der Rolle als Produzent*in in Verträgen und Rechnungen auch als solche festgehalten wird, dienen diese als passende Nachweise bei der Prüfung zukünftiger KSK-Anträge von Produzent*innen. Welche Leistungen das sein können, haben wir in unserem erweiterten argumentationspapier festgehalten.
Damit gehört die Annahme, dass Produzent*innen grundsätzlich keinen Zugang zur KSK haben, nun endlich der Vergangenheit an. Nicht nur die KSK, sondern auch wir freuen uns über zahlreiche Anmeldungen von künstlerischen Produzent*innen bei der künstlersozialkasse.